Ist Stille wichtig?

Nicht als lautes Versprechen, sondern als leises Wissen: Ich muss nicht stärker werden. Ich darf ankommen. Und mit dieser Erkenntnis öffnet sich etwas in dir. Eine innere Öffnung, so behutsam wie das Einlaufen in ruhige Gewässer.
Die Frage ist nur:
Wie fühlt es sich an, diesen Hafen wirklich zu betreten – ganz konkret, im Alltag?
Was geschieht, wenn wir anlegen und einen Moment bleiben?
Warum ein Hafenmeister in der Stille wichtig ist
Es gibt diesen Moment, in dem du spürst:
Stille tut mir gut.
Und gleichzeitig merkst du: Allein traue ich mich nicht immer hinein.
Das ist kein Widerspruch.
Das ist ehrlich.
Denn Stille ist kraftvoll. Und genau deshalb öffnet sie manchmal Türen, hinter denen alte Themen liegen. Erinnerungen. Gefühle. Unerledigtes. Wenn wir still werden, wird nichts erfunden – es wird sichtbar. Und ohne Halt kann genau das dazu führen, dass wir die Stille schnell wieder meiden. Obwohl wir tief in uns wissen, dass wir sie brauchen.
Ein Hafen ist nicht nur ein Ort.
Warum Begleitung hier den Unterschied macht:
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Stille kann alte Themen öffnen.
Nicht alles, was auftaucht, lässt sich allein gut halten. Manche Wellen brauchen ein ruhiges Gegenüber. -
Ohne Halt wird Stille oft wieder gemieden.
Was einmal zu viel war, wird vermieden. Dann füllt sich der Alltag erneut – und die ersehnten Auszeiten bleiben theoretisch. -
Ein sicherer Rahmen schafft Vertrauen.
Begleitung bedeutet nicht, die Stille zu füllen. Sondern sie gemeinsam auszuhalten. Schritt für Schritt. Mit Raum für akustische Auszeiten, die nicht überfordern.
Ankommen – und weiterfahren können
Vielleicht spürst du es jetzt.
Der Sturm ist nicht weg – aber er hat seine Macht verloren.
Du hast gesehen, warum Stille so lange bedrohlich wirkte. Wie sie sich anfühlte wie Stillstand auf offener See. Und du hast entdeckt, dass sie etwas anderes sein kann: ein Hafen. Ein Ort, an dem Ordnung wieder möglich wird. An dem Stille und Ruhe nicht fordern, sondern tragen.
Ankommen heißt nicht, für immer zu bleiben.
Ankommen heißt, kurz festzumachen. Zu reparieren. Zur Ruhe zu kommen. Luft zu holen. Und dann wieder loszufahren – klarer, ruhiger, verbundener mit dir selbst.
Vielleicht ist genau das der Wendepunkt:
Du musst den Sturm nicht besiegen.
Du darfst lernen, zwischen Sturm und Hafen zu wechseln.
Hier wächst Zuversicht. Still, aber verlässlich. Die Zuversicht, dass du Stille nicht aushalten musst, sondern ihr begegnen darfst. Dass mehr Stille nicht weniger Leben bedeutet, sondern mehr Tiefe. Mehr Präsenz. Mehr bei-dir-sein.
Und vielleicht entsteht auch Bereitschaft.
Bereitschaft, diesen Weg nicht allein zu gehen. Manche Häfen entdeckt man leichter, wenn jemand den Raum hält. Still. Zugewandt. Ohne zu drängen. Ich bin da und begleite dich, behutsam und in deinem Tempo – so, wie es für dich stimmig ist.
Wenn du spürst, dass dich dieser Gedanke berührt – dann ist das genug. Du musst nichts entscheiden. Nichts festlegen. Du darfst neugierig bleiben. Offen. Im Vertrauen, dass es Wege gibt, Stille sicher zu betreten und gestärkt weiterzufahren.




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